Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat 2026 zum Internationalen Jahr der Weidelandschaften ausgerufen – den Vorsitz hat dieses Jahr Uruguay inne. Die Kampagne zielt darauf ab, das Bewusstsein für den wichtigen Beitrag von Weidelandschaften zu Ernährungssystemen, zum Erhalt der Biodiversität und zur Klimaresilienz zu stärken. Mit der Beweidung durch Grasfresser ist Weideland ein wichtiger Proteinlieferant für die menschliche Ernährung. Das Erreichen von Ernährungssicherheit und die Sicherstellung des Zugangs zu hochwertigen Lebensmitteln zählt zu den Hauptaufgaben der FAO.
„Das Zusammenwirken ökologischer Verantwortung, Tierwohl und guter Fleischqualität, die möglichst vielen Menschen eine Teilhabe an guter Ernährung sichert, ist ein zentrales Thema für Block House und die gesamte Foodbranche“, weiß Karl-Heinz Krämer, Chief Operations &Sustainability Officer der Block Gruppe. „Uruguay ist Vorreiter darin, gute Weidebewirtschaftung, nachhaltige Versorgung der Menschen und Tierwohl als Ganzes zu denken und steht zudem für Top-Qualität. Dieser vorbildliche gesamtheitliche Ansatz passt zu uns und unserem hohen Qualitätsanspruch. Deshalb haben wir uns vor vielen Jahren für Uruguay als Partner entschieden.“
So orientiert sich auch das eigene regionale Block House Rinderaufzuchtprogramm, das Karl-Heinz Krämer 2014 ins Leben gerufen hat und mit Partnerlandwirten in Mecklenburg-Vorpommern, Nord-Brandenburg und Schleswig-Holstein betreibt, an diesem Vorbild.
Unter dem Motto „Aus Weide wird Genuss“ gab der Uruguay-Abend 2026 Einblicke in die Zukunft der Weidebewirtschaftung. In Anwesenheit von S.E. Fernando Miguel López Fabregat, Botschafter von Uruguay in Deutschland, seiner Frau Maria Carolina Silveiro Olmo sowie der Generalkonsulin Lilian Silveira, erläuterte Karl-Heinz Krämer die aktuellen Entwicklungen im internationalen Rindfleischmarkt und die Herausforderungen durch die stark abnehmenden Rinderbestände in Europa und den USA.
Im Anschluss referierte Gianni Motta, Nachhaltigkeitsdirektor der INAC zu den Aktivitäten der uruguayischen Fleischwirtschaft, insbesondere im Hinblick auf Klimaschutz und Emissionsreduzierung durch fortschrittliches Weidemanagement und Bodennutzung, die das Graswurzelwachstum anregt. Zudem hob er hervor, dass Uruguay im Rahmen der neuen EU-Entwaldungsverordnung als Land mit geringem Entwaldungsrisiko eingestuft wurde.
Prof. Dr. Wilhelm Windisch von der Technischen Universität München zeigte in seinem Vortrag, dass pflanzliche Nahrung, wie Weizen oder Soja, auf dem Acker ein Vielfaches an nicht-essbarer Biomasse hinterlässt. Grasland erzeugt sogar ausschließlich nicht-essbare Biomasse. Er führte aus, dass insgesamt der überwiegende Anteil der pflanzlichen Biomasse nicht essbar ist: So verursacht ein Kilogramm pflanzliche Nahrung vier Kilogramm nicht-essbare Biomasse. Deshalb muss es das Ziel sein, diese Biomasse in menschliche Nahrung umzuwandeln und so möglichst viel Nahrung zu erzeugen. Das erfolgt, indem diese Biomasse Rindern für ihre Ernährung zur Verfügung gestellt wird. Das bindet die Tiere zudem an die Kreislaufwirtschaft. Über diese Verwertung tragen insbesondere die Rinder fundamental zur Ernährungssicherheit der Welt bei. Daraus ergibt sich nicht nur eine nachhaltige Lebensmittelproduktion; die Weidetiere fördern signifikant auch die Biodiversität auf dem Weideland, beispielsweise der Insekten. Sein Fazit: Rindfleisch aus der Weide ist ein Genuss mit gutem Umweltgewissen.
Block Gruppe
Die Block Foods AG ist Teil der Block Gruppe, zu der Unternehmen aus den Bereichen Gastronomie, Hotellerie und Lebensmittelproduktion zählen. Zu der Block Gruppe gehören neben den Block House Restaurants, die Premium Burgermarke Jim Block, die Gasthausbrauerei BLOCKBRÄU sowie das Fünf-Sterne-Privathotel Grand Elysée Hamburg und das Seehotel Zarrentin in Mecklenburg-Vorpommern.
Photo Credit: Anna Lena-Ehlers/Tom Menz




