„Wir freuen uns, eine spannende Werkschau zeitgenössischer Malerei aus Nordost zu zeigen“, sagt Meike Woermann, Kuratorin der Galerie im Elysée. „Dafür haben wir Künstlerinnen und Künstler ausgewählt, die Natur und Landschaft in jeweils individueller, besonderer Weise abbilden und interpretieren – von der Beschäftigung mit der unmittelbaren Umgebung bis zu abstrahierten Interpretationen.“
Rund 50 Kunstwerke in unterschiedlichen Techniken laden die Betrachtenden dazu ein, die Faszination der Region zu spüren und die Vielfalt ihrer Natur in den Kunstwerken zu erkunden. Gezeigt werden Malereien und Grafiken von Karen Clasen, Stefan Hintermeier, Andreas Homberg, Alfred Mücke, Maria Müller, Mathias Roloff und Harriet von Schwerin sowie Bronze-Skulpturen von Julia Kausch.
Karen Clasen (*1990) lebt und arbeitet in Wismar. Ihr Studium der Illustration mit dem Schwerpunkt Malerei an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW) schloss sie 2018 ab. Im Jahr 2023 erhielt sie das Arbeitsstipendium des Landes Mecklenburg-Vorpommern. Sie ist Mitglied des Galerieteams der „Galerie hinter dem Rathaus“ in Wismar, wird durch die „artnow Gallery“ in Berlin vertreten und ihre Werke sind Teil großer Kunstsammlungen. In ihren Werken greift sie die Formensprache der Natur auf und verdichtet sie zu neuen Bildwelten. Durch die Verwendung ausdrucksvoller Farben und Bildgrößen sowie die Erweiterung ihrer Malerei um textile Applikationen entstehen opulente florale Landschaften.
Stefan Hintermeier (*1976) lebt und arbeitet in Stralsund. Nach seinem Studium der Politik und Kommunikationswissenschaft arbeitete er im öffentlichen Dienst. Aus einer Künstlerfamilie stammend wandte er sich bereits in seiner Jugend der Malerei zu. Seit 1992 ist er als freischaffender Künstler mit dem Schwerpunkt Pastellmalerei tätig. Er ist Mitglied der Deutschen Pastell Gesellschaft (DPG) und der Pastel Guild of Europe (PGE). Mit seinen Landschaftsmotiven erforscht er die Darstellung von Lichtstimmungen und die Kulturgeschichte der Region. Seine Inspirationen findet er auf den Inseln Rügen und Hiddensee sowie in der Küstenregion Vorpommerns.
Andreas Homberg (*1950) lebt und arbeitet in Neubrandenburg. Während seines Studiums der Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Dresden begann die intensive Auseinandersetzung mit der Landschaft. Seither ist er als Maler und Illustrator freischaffend tätig. In seinen Gemälden trifft die Weite der Landschaft auf Spuren der menschlichen Existenz. Obwohl er keine realen Ansichten seiner Umgebung abbildet, meint man dennoch, in Form und Farbe die Essenz der mecklenburgischen Landschaft zu erkennen. Seit 1976 nimmt er an zahlreichen Ausstellungen teil. Seine Arbeiten befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen.
Julia Kausch (*1985) lebt und arbeitet in Rostock. Sie studierte Illustration, Kommunikationsdesign und Bildhauerei an der Rostocker Technischen Kunstschule und arbeitet seither als Designerin und Bildhauerin. Seit 2012 hat sie mehrere Kunstaufträge im öffentlichen Raum umgesetzt und seit 2016 einen Lehrauftrag an der Kunstschule Rostock inne. Im Zentrum ihrer Tätigkeit steht die Arbeit mit Bronze, deren klassische Möglichkeiten sie für ihre menschlichen Abbildungen nutzt. Die kleinplastischen erzählerischen Figuren begegnen den Betrachtern mit einem körperlichen Ausdruck, der universell und gleichzeitig vertraut scheint.
Alfred Mücke (*1960) lebt und arbeitet in Stralsund. Der Grafikkünstler war langjähriger Leiter des Mückenschweinverlags für handgefertigte Bücher. Er ist Teilnehmer an diversen Buchdruckkunstmessen in Deutschland. Seine malerischen Holzschnitte von Meereslandschaften schafft er u.a. in der japanischen Drucktechnik „Mokuhanga“. Diese Technik erlaubt ihm das Arbeiten in mehreren Lagen, Farben und Schichten. Als Druckstock nutzt er Treibholz, das die Spuren des Meeres bereits in sich trägt.
Maria Müller (*1983) lebt in Rühn bei Bützow und betreibt ihr Atelier im Kloster Rühn. Nach einem abgeschlossenen Theologiestudium und einer längeren Europareise begann sie das Studium der Bildenden Kunst und Religion am Caspar-David-Friedrich-Institut der Universität Greifswald. 2020 wurde sie hauptberufliche Malerin. Mit ihrer intuitiven Herangehensweise schafft sie poetische Bildwelten, die durch eine freie Farb- und Formgebung und das große Format ins Auge fallen. Der Betrachter erkennt ihre starke Verbundenheit zur Natur.
Mathias Roloff (*1979) lebt und arbeitet in Hintersee und Berlin. Sein Studium der Malerei und Grafik an der Universität der Künste Berlin schloss er 2006 als Meisterschüler bei Prof. Volker Stelzmann ab. Seitdem wird er durch Galerien vertreten (u.a. auf der Art Basel und Art Karlsruhe) und nimmt an zahlreichen Ausstellungen teil. Seine Arbeiten befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen. Seine surrealen Landschaften, die er aus Farbe und Linie heraus entwickelt, spielen mit der Phantasie des Betrachters. Gleichzeitig spiegeln sie Mathias Roloffs besonderes Interesse für die Maltradition der flämisch-niederländischen Landschafts- und Stilllebenmalerei des 16. Jahrhunderts.
Harriet von Schwerin (*1969) lebt und arbeitet in Göhren / Mecklenburgische Seenplatte und Hamburg. Nach ihrem Studium der Kunstgeschichte, Philosophie und Theaterwissenschaften in München arbeitete sie u.a. als Redakteurin bevor sie sich der Malerei zuwandte. Ihre Landschaftsmotive, die sie in Gesellschaft in einem freien Atelier, gelegentlich Plein-Air und in Mecklenburg malt, sind frei bis abstrahierend und mit schnellem Pinselstrich erstellt. Sie greift auf kunsthistorisches Wissen, ihr visuelles Gedächtnis, auf Fotografien und eigene Zeichnungen zurück.
Die Ausstellung ist von Donnerstag, 28. Mai bis Dienstag, 15. September 2026, in der Galerie im Elysée, Rothenbaumchaussee 10, 20148 Hamburg, zu sehen.
Kunstgenuss auf Augenhöhe: Die Sammlung Block im Grand Elysée Hamburg
Mit über 1.250 Gemälden, Aquarellen, Grafiken, Skulpturen und Fotografien ist die Sammlung Block im Grand Elysée Hamburg eine der bedeutenden Privatsammlungen gegenständlicher Kunst in Norddeutschland. In themenorientierten Dauerausstellungen werden über 850 Exponate in den Foyers und Restaurants, Veranstaltungsräumen sowie in den Hotelfluren und Suiten präsentiert. In der Galerie im Elysée wird in wechselnden Ausstellungen zeitgenössische gegenständliche Malerei aus Norddeutschland sichtbar gemacht.
Photo Credit: Galerie im Elysée / Barbara Kloth
Pressekontakt:
Tanja Bartnitzki
Kuratorin Sammlung Block und Galerie im Elysée
Tel. (040) 41412-825
E-Mail: Tanja.Bartnitzki@grand-elysee.com





