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Pressemitteilung

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„Verbunden in Farbe“ – Die Galerie im Elysée zeigt kraftvoll-dynamische Pleinair-Malerei von Meike Lipp und Sibylle Bross

Hamburg, 25. Februar 2026. Die beiden Pleinair-Malerinnen Meike Lipp und Sibylle Bross verbindet eine langjährige Freundschaft, eine Abenteuerlust, die sie an ganz unterschiedlichen Orten mitten im Geschehen ihre Staffeleien aufstellen lässt und ihr Mut zur Farbe, die sie kraftvoll, dynamisch und gleichzeitig spielerisch einsetzen. Gemeinsam waren die Künstlerinnen in den vergangenen zwei Jahren immer wieder in Hamburg und den Vierlanden unterwegs. Ob in der S-Bahn, mitten im Grünen oder auf einer großen Feier – ihre Entdeckungsreisen haben ihnen unkonventionelle Motive beschert, die jetzt in der Galerie im Elysée zu sehen sind.

Galerie im Elysée, Ausstellungseröffnung „Verbunden in Farbe“: (v.li.) Christina Block, Sibylle Bross, Meike Lipp und Kunsthistoriker Dr. Thomas Gädeke

Galerie im Elysée, Ausstellungseröffnung „Verbunden in Farbe“: (v.li.) Christina Block, Sibylle Bross, Meike Lipp und Kunsthistoriker Dr. Thomas Gädeke

„Die Arbeiten von Meike Lipp und Sibylle Bross sind voll pulsierendem Leben. Mit ihren leuchtenden, intensiven Farben ziehen sie den Betrachter an, wecken Vorfreude auf die kommende warme Jahreszeit und machen Lust, hinauszugehen und Land und Menschen zu begegnen“, sagt Meike Woermann, Kuratorin der Galerie im Elysée. 

Meike Lipp (*1955) lebt und arbeitet in Hamburg. Sie studierte Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg bei Prof. Kai Sudeck und Prof. Werner Bunz und an der Rijksakademie Amsterdam / Niederlande. Meike Lipp orientiert sich an den Motiven, die sie in der Realität vorfindet und ist seit 2013 Mitglied des Künstlerverbandes der Norddeutschen Realisten. Ihre Inspirationen findet sie auf Malreisen, zum Beispiel in die Niederlande oder Kenia, die sie auch gemeinsam mit Sibylle Bross unternimmt, genauso wie in ihrer Heimat in und um Hamburg. Dabei taucht die Künstlerin am liebsten in Trubel und belebte Orte ein – sei es das Osterfeuer an der Elbe, Parks wie Planten un Blomen und Hagenbeck oder ein Bootsanleger an der Alster bei schönem Wetter. 

Durch ihre Pleinair-Malerei verbindet sich Meike Lipp mit ihrer Umgebung. Dabei geht es vor allem um eine innere Verbindung mit dem Ort, die den Impuls zu malen bei ihr auslöst – dazu können ihre eigenen Vorstellungen, die sie dorthin mitbringt, ebenso einfließen wie Farben oder Bewegungen, die sie in der Szenerie entdeckt. Und so sind ihre Bilder realistisch und das Dargestellte für den Betrachter schnell zu fassen, aber Meike Lipp lässt durch die expressive Manier, in der sie die Farben einsetzt sowie durch ihren speziellen Malprozess etwas völlig Neues entstehen. Ihre Bilder fertigt die Künstlerin direkt vor Ort oder nach Skizzen im Atelier. Meike Lipp malt meistens mit den Fingern und bindet auf diese Weise ihren ganzen Körper in den kreativen Prozess ein. Dabei setzt sie Farbflecke gegeneinander und lässt so Bilder entstehen, von denen jedes einen individuellen Rhythmus entfaltet. Geprägt vom Motiv und dem Körpergefühl der Künstlerin begeistern diese Werke den Betrachter zudem durch einen kräftigen Farbauftrag, starke Kontraste und leuchtende Farben. 

Sibylle Bross (*1959) lebt und arbeitet als freischaffende Malerin in der Nähe von Stuttgart. Das Studium der Malerei hat sie unter anderem an der Ecole Des Beaux- Arts in Paris und der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart absolviert. Mit starkem Gestus, ganz aus der Bewegung heraus, baut sie ihre Bilder in Acryl oder Öl zunächst rein aus der Farbe auf. Dabei erschließen sich für sie die Möglichkeiten des Mediums aus dem Experiment, aus ihrer Neugier entwickeln sich Farbe und Struktur auf dem Untergrund und aus der Verdichtung entsteht das Motiv. 

Während die künstlerische Auseinandersetzung mit dem menschlichen Körper ein durchgängig wichtiger Schwerpunkt ihrer Arbeit ist, hat sie im Jahr 2005 noch eine, wie sie es nennt, „verrückte Leidenschaft“ entdeckt: die Pleinair-Malerei. Die Künstlerin geht mit Staffelei und Ölfarben auf Reisen und liebt es, „mitten im Gewühl“ zu malen, in Hamburg unter anderem an den Alsterarkaden und bei der Elbphilharmonie. Dabei arbeitet Sibylle Bross ohne Vorzeichnung und setzt direkt vor Ort rein aus der Farbe heraus das um, was sie sieht. Diese Verbindung mit der Außenwelt, das Sein im Moment und in der Gegenwart, entfaltet für sie eine besondere Faszination, der sie sich ganz ausliefert. Und so gibt es auch kaum Nacharbeit im Atelier. Mit den Augen auf der Szenerie taucht Sibylle Bross in einen Wahrnehmungsprozess ein: Den Blick vor allem auf den Gegenstand gerichtet, fließt die Energie der Malerin vom Auge in die Hand. In diesem Malprozess löst sich das Gesehene auf in Licht und Schatten, Linien und Flächen. Schemata verlieren ihre Bedeutung und machen Platz für etwas Neues. 

Die Ausstellung ist bis Montag, 25. Mai 2026, in der Galerie im Elysée, Rothenbaumchaussee 10, 20148 Hamburg, zu sehen.

Photo Credit: Galerie im Elysée / Barbara Kloth 

Bildtitel und Photo Credit Werke: Künstlerinnen (siehe Dateiname)

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Medien
  • v.l. Christina Block, Sibylle Bross, Meike Lipp und Kunsthistoriker Dr. Thomas Gädeke
    v.l. Christina Block, Sibylle Bross, Meike Lipp und Kunsthistoriker Dr. Thomas Gädeke

    v.l. Christina Block, Sibylle Bross, Meike Lipp und Kunsthistoriker Dr. Thomas Gädeke

  • Meike Lipp, Bootsanleger Außenalster 25, 60 x 80, PC
    Meike Lipp, Bootsanleger Außenalster 25, 60 x 80, PC

    Meike Lipp, Bootsanleger Außenalster 25, 60 x 80, PC

  • Sibylle Bross, 25 Arkaden, PC
    Sibylle Bross, 25 Arkaden, PC

    Sibylle Bross, 25 Arkaden, PC